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Boardinghaus verkaufen in Bayern

Die kurze Antwort: Ein Boardinghaus (auch Serviced Apartments, Apartmenthaus oder Aparthotel) wird in Bayern über den Ertragswert verkauft, und der hängt vor allem am Betriebsmodell: verpachtet an einen Betreiber, eigenbetrieben oder wohnwirtschaftlich vermietet. Pachtvertrag, Belegungszahlen und Umnutzungspotenzial bestimmen Preis und Käuferkreis. Der Verkauf gelingt diskret, ohne dass Betreiber, Personal oder Gäste davon erfahren. Kopp Real Estate begleitet Eigentümer in ganz Bayern, von der Bewertung bis zum Notar.

Fachlich verantwortlich: Martin Kopp, Kopp Real Estate GmbH. Aktualisiert am 2026-07-03. Keine Steuer- oder Rechtsberatung, modellhafte Information.

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Was ist mein Haus wert? Ich suche ein Boardinghaus als Anlage

Was ist mein Boardinghaus in Bayern wert?

Der Wert ergibt sich aus dem Ertragswert, und die Bewertungslogik folgt dem Betriebsmodell. Bei einem an einen Betreiber verpachteten Haus wird die Jahrespacht kapitalisiert, gewichtet nach Restlaufzeit, Indexierung und Bonität des Betreibers. Beim eigenbetriebenen Haus zählt das nachhaltige Betriebsergebnis nach marktüblichen Bewirtschaftungskosten und kalkulatorischer Betreiberentlohnung. Bei wohnwirtschaftlich vermieteten Apartments nähert sich die Bewertung dem Zinshaus an. Betreiberimmobilien werden generell mit höheren Anfangsrenditen und damit niedrigeren Faktoren bewertet als reine Wohnhäuser, weil der Käufer das Betriebs- und Nachvermietungsthema einpreist.

Die folgende Modellrechnung zeigt nur, wie stark der Faktor den Wert bewegt, sie ist kein objektbezogener Wert. Beispielobjekt: verpachtetes Boardinghaus mit 150.000 Euro Jahrespacht:

Rechengröße Kurzer Pachtvertrag (Faktor 13) Solider Vertrag (Faktor 16) Langer Vertrag, Top-Lage (Faktor 18)
Jahrespacht150.000 Euro150.000 Euro150.000 Euro
Indikativer Ertragswert1,95 Mio. Euro2,40 Mio. Euro2,70 Mio. Euro

Echte Werttreiber sind ein langfristiger, indexierter Pachtvertrag mit bonitätsstarkem Betreiber, dokumentierte Belegungs- und Umsatzzahlen über mehrere Jahre, ein Standort mit dauerhafter Nachfrage (Arbeitgeber, Kliniken, Hochschulen, Messen) und die Drittverwendungsfähigkeit: Apartments mit eigener Küche, die notfalls auch wohnwirtschaftlich vermietet werden könnten, geben dem Käufer eine zweite Verwertungsebene und stützen den Preis.

Stand 2026-07-03. Die Faktoren der Modellrechnung dienen nur der Veranschaulichung und sind keine Aussage über ein konkretes Objekt. Amtliche Faktoren-Reihen wie bei Wohnhäusern gibt es für Boardinghäuser nicht, die Bewertung erfolgt objektbezogen. Für Eigentümer kostenfrei und ohne Verkaufsverpflichtung.

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Wie beeinflusst das Betriebsmodell Wert und Käuferkreis?

Das Betriebsmodell ist beim Boardinghaus die zentrale Stellgröße. Es entscheidet, welche Zahlen der Käufer prüft, wie die Bank finanziert und wer überhaupt als Käufer infrage kommt. Verpachtete Häuser mit starkem Betreiber sprechen den breitesten Investorenkreis an, eigenbetriebene Häuser brauchen einen Käufer, der den Betrieb übernehmen oder neu vergeben kann.

Betriebsmodell Bewertungsbasis Was Käufer prüfen Typische Käufer
Verpachtet an BetreiberJahrespacht kapitalisiertRestlaufzeit, Indexierung, Betreiberbonität, Instandhaltungsregelungprivate Kapitalanleger, Family Offices, Spezialinvestoren
Eigenbetriebennachhaltiges BetriebsergebnisBelegung, Umsatz je Einheit, Kostenstruktur, Personal, BuchungskanäleBetreiber, Eigennutzer-Investoren, Umnutzer
Wohnwirtschaftlich vermietetNettokaltmiete, nahe am ZinshausMietverträge, Mietniveau, Fluktuation, Ausstattungklassische Zinshaus-Käufer, Bestandshalter

Für den Verkäufer heißt das: Vor der Vermarktung das Modell schärfen. Ein auslaufender Pachtvertrag lässt sich verlängern oder neu vergeben, ein Eigenbetrieb lässt sich mit einem Betreibervertrag investorenfähig machen. Beides hebt den erzielbaren Preis oft deutlich, wir rechnen die Szenarien in der Bewertung durch.

Qualitative Orientierung, Stand 2026-07-03. Finanzierungskonditionen setzt die jeweilige Bank fest.

Lohnt sich der Verkauf eines Boardinghauses in Bayern 2026?

Das Segment ist robust und die Nachfrage strukturell gewachsen. Serviced Apartments gelten laut dem Marktreport der Initiative Micro-Living (bulwiengesa, 2025) als reifes, stabiles Segment: Die durchschnittliche All-in-Miete stieg zuletzt auf 605 Euro pro Monat (plus 3,6 Prozent gegenüber Frühjahr 2025), in- und ausländische Investoren waren im ersten Halbjahr 2025 wieder deutlich aktiver. Die Nachfrageseite stützt die amtliche Statistik: Bayern meldet für 2025 mit rund 102,9 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord, und Hotels garnis, das dem Boardinghaus nächstverwandte Beherbergungssegment, sind seit 2015 um 29,8 Prozent gewachsen. Dazu kommt der wieder aufnahmefähige Gesamtmarkt: 2025 zählte Bayern 142.712 Immobilientransaktionen, plus 11,8 Prozent.

Kennzahl Wert Quelle
Durchschnittliche All-in-Miete Serviced Apartments605 Euro pro Monat (Stichtag 15.10.2025), plus 3,6 % ggü. Frühjahr 2025bulwiengesa, 12. Marktreport Initiative Micro-Living
Marktbreite Micro-Living Deutschlandrund 28.300 ausgewertete Einheiten in 128 Projektenbulwiengesa, 12. Marktreport Initiative Micro-Living
Gästeübernachtungen Bayern 2025102.918.571, plus 0,2 %, neuer RekordStMELF-Presseblatt Tourismus in Bayern 2025, Bayerisches Landesamt für Statistik
Wachstum Hotels garnis seit 2015Übernachtungen plus 29,8 %StMELF-Presseblatt Tourismus in Bayern 2025
Immobilientransaktionen Bayern 2025142.712, plus 11,8 % ggü. 2024Immobilienmarktbericht Bayern 2026, Oberer Gutachterausschuss
Geldumsatz Bayern 2025rund 56 Mrd. Euro, etwa Niveau von 2022Immobilienmarktbericht Bayern 2026

Stand 2026-07-03. Markt- und Verbandsdaten, keine Aussage über ein einzelnes Objekt. Bayern- oder standortspezifische Auslastungszahlen für Serviced Apartments werden nicht frei publiziert, die Einordnung Ihres Standorts erfolgt objektbezogen. Zielgruppen des Segments: Projektmitarbeiter, Pendler, Expats, längere berufliche Aufenthalte.

Wie wird ein verpachtetes Boardinghaus bewertet?

Der Pachtvertrag ist die Immobilie im Vertrag: Der Käufer kauft im Kern den kapitalisierten Pachtstrom. Vier Punkte bestimmen, mit welchem Faktor er rechnet:

  • Restlaufzeit. Je länger der Vertrag mit Verlängerungsoptionen läuft, desto planbarer der Ertrag. Kurze Restlaufzeiten kosten Faktor, außer der Standort trägt eine Neuverpachtung erkennbar.
  • Indexierung. Eine Wertsicherungsklausel, die die Pacht an die Verbraucherpreise koppelt, schützt den Käufer vor Inflation und gehört zu den stärksten Preisargumenten.
  • Betreiberbonität. Zahlungshistorie, Track-Record und wirtschaftliche Substanz des Betreibers entscheiden, wie sicher der Pachtstrom ist. Ein Betreiberwechsel in der Historie ist kein Makel, wenn er dokumentiert und sauber begründet ist.
  • Instandhaltungsregelung. Wer trägt Dach und Fach, wer das Inventar? Je klarer die Lastenverteilung, desto weniger Abschlag in der Verhandlung.

Praktische Konsequenz für Verkäufer: Läuft der Pachtvertrag in unter fünf Jahren aus, lohnt vor dem Verkauf das Gespräch mit dem Betreiber über eine Verlängerung. Die gewonnene Laufzeit zahlt der Markt in der Regel mehrfach zurück.

Diskret verkaufen oder öffentlich vermarkten?

Beim Boardinghaus ist Diskretion Betriebsschutz. Ein öffentlich inseriertes Haus verunsichert den Betreiber, das Personal und die Firmenkunden, die dort ihre Mitarbeiter unterbringen. Buchungspartner reagieren empfindlich auf Verkaufsgerüchte. Deshalb laufen Boardinghaus-Verkäufe fast immer diskret über die Direktansprache vorqualifizierter Investoren, mit Verschwiegenheitsvereinbarung vor dem ersten Datenblatt.

Kriterium Diskreter Direktverkauf Öffentliche Vermarktung
Reichweitegezielt, vorqualifizierte Spezialinvestorenmaximal, Portale und Inserate
Diskretionhoch, Betreiber, Personal und Firmenkunden erfahren nichtsgering, Objekt ist öffentlich erkennbar
Wirkung auf den Betriebkeine, Belegung und Buchungen laufen ungestörtVerunsicherung bei Betreiber und Buchungspartnern möglich
PreisfindungVerhandlung auf ErtragswertbasisMarktdruck, bei Nachfrage Bieterwettbewerb
Geeignet fürlaufende Betriebe, verpachtete Häuserleerstehende oder umnutzungsreife Objekte

Wie der diskrete Weg konkret abläuft, lesen Sie auf der Seite Secret Sale: Immobilie diskret verkaufen oder unter Off-Market.

Wie läuft der Verkauf eines Boardinghauses ab?

In sechs Schritten, in der Regel 4 bis 8 Monate. Betreiberimmobilien brauchen etwas mehr Vorlauf als Wohnhäuser, weil Käufer und Bank Betrieb und Verträge tiefer prüfen. Ein vollständiger Datenraum von Anfang an ist der wirksamste Beschleuniger.

  1. Bewertung nach Betriebsmodell. Pacht- oder Ertragsbewertung, Einordnung von Faktor und Preisspanne, Szenarien Verlängerung oder Neuvergabe des Pachtvertrags.
  2. Unterlagen aufbereiten. Datenraum mit Pacht- oder Betreibervertrag, Belegungs- und Umsatzzahlen, Genehmigungslage (Checkliste unten).
  3. Vermarktungsstrategie. In der Regel diskrete Direktansprache der Spezialinvestoren und Betreiber aus dem Netzwerk, Verschwiegenheitsvereinbarung vor Datenzugang.
  4. Käuferauswahl und Bonität. Vorqualifizierung, Finanzierungsbestätigung, Besichtigungen als angekündigte Objektbegehung ohne Verkaufssignal an Personal und Gäste.
  5. Verhandlung. Preis, Inventar, Übergabestichtag, Umgang mit Pachtvertrag oder Betriebsübergang. Hier entscheidet sich der Nettoerlös.
  6. Notar und Übergabe. Koordination des Notartermins, Übergabe von Verträgen, Kautionen, Buchungsbestand und gegebenenfalls Personal.

Checkliste: diese Unterlagen brauchen Sie

  • aktueller Grundbuchauszug (Eigentum, Lasten in Abteilung II und III)
  • Pacht- oder Betreibervertrag mit sämtlichen Nachträgen, Options- und Indexklauseln
  • bei Eigenbetrieb: Belegungs-, Umsatz- und Kostenzahlen der letzten drei Jahre, Übersicht der Buchungskanäle und Firmenkunden
  • Baugenehmigung und Nutzungsgenehmigung (Beherbergung bzw. Wohnnutzung), gegebenenfalls Nutzungsänderungen
  • Brandschutznachweise und letzte Begehungsprotokolle
  • Flächenaufstellung, Grundrisse, Einheitenliste mit Ausstattung (Küchenzeile ja/nein)
  • Inventarliste mit Eigentumszuordnung (Eigentümer oder Betreiber)
  • Energieausweis (Pflicht ab Vermarktungsbeginn)
  • Betriebskosten- und Versicherungsübersicht (Gebäude, Haftpflicht, Betriebsunterbrechung falls vorhanden)
  • bei Eigenbetrieb mit Personal: anonymisierte Personalübersicht (Funktion, Umfang, Eintritt)
  • bei Erbfall: Erbschein oder notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll

Kann ich ein Boardinghaus mit laufendem Betrieb verkaufen?

Ja, das ist der Normalfall und meist auch der wertvollste Weg. Ein laufender, dokumentierter Betrieb ist für Investoren die Grundlage der Kaufentscheidung. Beim verpachteten Haus tritt der Käufer in den Pachtvertrag ein, der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter. Beim eigenbetriebenen Haus gehen bestehende Arbeitsverhältnisse beim Betriebsübergang nach Paragraf 613a BGB auf den Erwerber über, und der Buchungsbestand wird zum Stichtag geordnet übergeben.

  • Pacht- oder Betreibervertrag vollständig und mit allen Nachträgen dokumentieren, Lücken kosten im Preis
  • Belegungs- und Umsatzhistorie über mindestens drei Jahre aufbereiten, das trägt die Bewertung
  • Besichtigungen als normale Objektbegehung organisieren, ohne Verkaufssignal an Personal, Gäste und Firmenkunden
  • Kommunikation mit Betreiber und Team erst zum richtigen Zeitpunkt, auf Wunsch diskret bis zum Notartermin
  • Übergabeprotokoll für Verträge, Kautionen, Inventar, Buchungsbestand und Versorger

Stand 2026-07-03. Arbeitsrechtliche Fragen des Betriebsübergangs klärt der Fachanwalt, wir koordinieren den Prozess.

Lohnt sich die Umnutzung zu Wohnungen vor dem Verkauf?

Das Umnutzungspotenzial ist die zweite Verwertungsebene des Boardinghauses und oft ein stiller Werttreiber. Apartments mit eigener Küchenzeile und Bad erfüllen baulich meist schon die Anforderungen an Wohnraum. Ob die Umnutzung zulässig ist, entscheidet das Planungsrecht am Standort (Art der baulichen Nutzung, Stellplatznachweis, gegebenenfalls Zweckentfremdungsrecht in München). Drei Konstellationen:

  • Betrieb läuft gut: nicht umnutzen, sondern das Potenzial nur dokumentieren. Der Käufer zahlt für die Option, nicht für die Umsetzung.
  • Betrieb schwächelt: Umnutzungsszenario rechnen (wohnwirtschaftliche Vermietung oder Aufteilung). Häufig schlägt der Wohnwert den Betreiberwert, dann ist der Umnutzer der richtige Käufer.
  • Zwischenweg: Vermietung als Apartments mit Wohnraummietverträgen. Das verbreitert den Käuferkreis Richtung klassischer Zinshaus-Investoren.

Verwandte Logik gilt übrigens auch umgekehrt: Für Käufer, die auf laufende Wohnerträge zielen, kann statt des Boardinghauses ein klassisches Objekt passen, siehe Mehrfamilienhaus verkaufen in Bayern und Wohn- und Geschäftshaus verkaufen in Bayern.

Stand 2026-07-03. Planungsrechtliche Zulässigkeit prüfen wir standortbezogen, verbindliche Auskunft gibt die Baubehörde.

Welche Steuern fallen beim Verkauf eines Boardinghauses an?

Die steuerliche Behandlung hängt davon ab, ob das Haus Privat- oder Betriebsvermögen ist. Genau diese Weiche wird beim Boardinghaus oft falsch eingeschätzt, deshalb gehört sie vor der Vermarktung zum Steuerberater:

  • Verpachtet im Privatvermögen: In der Regel gilt die Spekulationsfrist nach Paragraf 23 EStG, nach zehn Jahren Haltedauer ist der Gewinn meist einkommensteuerfrei. Bei geerbten Objekten zählt die Haltedauer des Erblassers mit.
  • Monteurunterkunft verkaufen Bayern
  • Pflegeimmobilie verkaufen Bayern
  • Eigenbetrieb (gewerbliche Beherbergung): Das Haus ist regelmäßig Betriebsvermögen. Der Verkauf ist dann eine Betriebsveräußerung, für die eigene Regeln gelten (unter anderem Paragrafen 16 und 34 EStG mit Freibetrag und Tarifermäßigung unter bestimmten Voraussetzungen). Keine Spekulationsfrist-Logik.
  • Umsatzsteuer: Beherbergungsumsätze sind umsatzsteuerpflichtig. Der Verkauf eines laufenden Betriebs lässt sich häufig als Geschäftsveräußerung im Ganzen umsatzsteuerneutral gestalten, die Formulierung im Kaufvertrag ist entscheidend.
  • Drei-Objekt-Grenze: Bei mehreren Verkäufen innerhalb von fünf Jahren droht die Einstufung als gewerblicher Grundstückshändler. Ein ungeteiltes Boardinghaus zählt als ein Objekt.

Auf der Erwerbsseite hilft Bayern beim Käufer: Die Grunderwerbsteuer liegt bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Wert in Deutschland.

Stand 2026-07-03. Keine Steuerberatung, modellhafte Information auf Basis der geltenden gesetzlichen Regelungen. Die Einordnung Privat- oder Betriebsvermögen und die Gestaltung übernimmt Ihr Steuerberater, den wir auf Wunsch früh einbinden.

Wann ist der Verkauf sinnvoll, wann nicht?

Verkauf spricht dafür, wenn

  • der Pachtvertrag frisch verlängert oder neu abgeschlossen ist, denn dann kauft der Markt Planungssicherheit
  • Belegung und Umsatz auf gutem Niveau dokumentiert sind und die Zahlen die Geschichte tragen
  • der Generationswechsel ansteht und niemand den Betrieb oder die Verpachtung weiterführen will
  • Investitionen in Brandschutz, Technik oder Ausstattung anstehen, die Sie nicht mehr tragen wollen
  • das Kapital anders gebraucht wird (Nachfolge, Ruhestand, Umschichtung)

Warten spricht dafür, wenn

  • der Pachtvertrag in unter fünf Jahren ausläuft: erst verlängern oder neu vergeben, dann verkaufen
  • die Belegungshistorie durch einen Sondereffekt verzerrt ist und ein normales Jahr die Zahlen glättet
  • im Privatvermögen die Spekulationsfrist erst in wenigen Monaten abläuft
  • eine Umnutzungsprüfung läuft, deren Ergebnis den Käuferkreis verändert
  • das Haus langfristig Vermögensbaustein bleiben soll und Betrieb oder Pacht stabil tragen

Sie wollen ein Boardinghaus in Bayern kaufen?

Boardinghäuser wechseln fast nie über Portale den Eigentümer, sie werden diskret im Direktkontakt vergeben. Kopp Real Estate vermittelt Boardinghäuser und Serviced-Apartment-Objekte in Bayern an vorqualifizierte Käufer, vom privaten Kapitalanleger über Betreiber bis zum Family Office. Hinterlegen Sie Ihr Suchprofil, und wir melden passende Objekte, bevor sie öffentlich werden.

  • Aufnahme ins Investorennetzwerk mit klarem Suchprofil (Lage, Einheiten, Betriebsmodell, Volumen)
  • Bonitäts- oder Eigenkapitalnachweis vor Objektzugang, Verschwiegenheitsvereinbarung ist beim Boardinghaus Standard
  • abgestufte Informationsfreigabe: erst Eckdaten, dann Datenraum, dann Begehung
Boardinghaus kaufen: so geht es Suchprofil hinterlegen Immobilien-Investment

Oder rufen Sie uns direkt an: 089 444 432 130

Wer ist Ihr Ansprechpartner?

Kopp Real Estate GmbH, Immobilienmakler aus Unterhaching bei München, tätig in ganz Bayern mit Schwerpunkt München und Oberbayern. Martin Kopp verantwortet Bewertung und Strategie, Mona Kopp Verkauf und Vermarktung. Steuerliche Fragen klären wir gemeinsam mit Ihrem Steuerberater.

Münchner Straße 66, 82008 Unterhaching
Telefon: 089 444 432 130
E-Mail: kontakt@kopp-re.de
Servicegebiet: Bayern, Schwerpunkt München und Oberbayern
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr, Sa nach Vereinbarung

Martin und Mona Kopp, Kopp Real Estate GmbH, Ansprechpartner für den Verkauf von Boardinghäusern und Serviced Apartments in Bayern

Martin und Mona Kopp, Kopp Real Estate GmbH, Unterhaching

Häufige Fragen zum Verkauf eines Boardinghauses in Bayern

Was ist ein Boardinghaus?

Ein Boardinghaus ist ein Haus mit möblierten Apartments für längere Aufenthalte, typischerweise mit eigener Küchenzeile und reduziertem Service. Synonyme: Serviced Apartments, Apartmenthaus, Aparthotel, Longstay. Zielgruppen sind Projektmitarbeiter, Pendler, Expats und berufliche Langzeitgäste. Es steht zwischen Hotel und Wohnhaus und wird deshalb nach eigenen Regeln bewertet und verkauft.

Wie wird ein Boardinghaus bewertet?

Über den Ertragswert, abhängig vom Betriebsmodell: Bei verpachteten Häusern wird die Jahrespacht kapitalisiert (Restlaufzeit, Indexierung und Betreiberbonität bestimmen den Faktor), beim Eigenbetrieb zählt das nachhaltige Betriebsergebnis, bei wohnwirtschaftlicher Vermietung die Nettokaltmiete nahe der Zinshaus-Logik. Betreiberimmobilien werden mit höheren Anfangsrenditen bewertet als reine Wohnhäuser.

Welcher Kaufpreisfaktor ist bei Boardinghäusern üblich?

Einen festen oder amtlich veröffentlichten Faktor gibt es für Boardinghäuser nicht. Er liegt wegen des Betriebsthemas unter dem vergleichbarer Wohnhäuser und hängt an Pachtvertrag, Standort und Drittverwendungsfähigkeit. Ein langer, indexierter Vertrag mit starkem Betreiber in nachfragestarker Lage erzielt die höchsten Faktoren. Die belastbare Einordnung erfolgt objektbezogen.

Verpachtet oder eigenbetrieben verkaufen: was bringt mehr?

Meist das verpachtete Haus mit solidem Vertrag: Es spricht den breitesten Investorenkreis an, weil der Käufer einen kalkulierbaren Pachtstrom statt eines Betriebs kauft. Ein gut laufender Eigenbetrieb lässt sich vor dem Verkauf investorenfähig machen, etwa durch Abschluss eines Pacht- oder Betreibervertrags. Welche Variante bei Ihrem Haus mehr erlöst, rechnen wir als Szenarien durch.

Was macht einen guten Pachtvertrag aus Käufersicht aus?

Lange Restlaufzeit mit Verlängerungsoptionen, Indexierung an die Verbraucherpreise, ein bonitätsstarker Betreiber mit Track-Record und eine klare Instandhaltungsregelung (wer trägt Dach und Fach, wer das Inventar). Je mehr dieser Punkte erfüllt sind, desto höher der Faktor, den der Markt zahlt.

Was passiert mit dem Pacht- oder Betreibervertrag beim Verkauf?

Er läuft unverändert weiter. Der Käufer tritt als neuer Eigentümer in den bestehenden Vertrag ein, der Betreiber behält alle Rechte und Pflichten einschließlich Options- und Indexklauseln. Der Betreiber muss dem Verkauf nicht zustimmen, sollte aber zum richtigen Zeitpunkt professionell eingebunden werden.

Kann ich mit laufendem Betrieb und Personal verkaufen?

Ja. Beim verpachteten Haus bleibt das Personal ohnehin beim Betreiber. Beim Eigenbetrieb gehen bestehende Arbeitsverhältnisse im Betriebsübergang nach Paragraf 613a BGB auf den Erwerber über. Der Buchungsbestand wird zum Stichtag geordnet übergeben, der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter.

Wer kauft Boardinghäuser in Bayern?

Spezialisierte private Kapitalanleger und Family Offices (bei verpachteten Häusern), Betreiber und betreibernahe Investoren (bei Eigenbetrieben) sowie Umnutzer und Projektentwickler, wenn das Haus wohnwirtschaftliches Potenzial hat. Laut Marktreport der Initiative Micro-Living waren in- und ausländische Investoren im Segment 2025 wieder deutlich aktiver.

Wie lange dauert der Verkauf eines Boardinghauses?

In der Regel vier bis acht Monate von der Bewertung bis zum Notartermin, etwas länger als beim Wohnhaus, weil Käufer und Bank Betrieb, Verträge und Genehmigungslage tiefer prüfen. Ein vollständiger Datenraum mit Pachtvertrag, Zahlen und Genehmigungen verkürzt die Prüfphase deutlich.

Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf?

Grundbuchauszug, Pacht- oder Betreibervertrag mit allen Nachträgen, bei Eigenbetrieb Belegungs- und Umsatzzahlen der letzten drei Jahre, Bau- und Nutzungsgenehmigung, Brandschutznachweise, Einheitenliste mit Ausstattung, Inventarliste, Energieausweis, Versicherungsübersicht, bei Erbfall Erbschein. Die vollständige Checkliste steht im Abschnitt zum Ablauf.

Welche Steuern fallen beim Verkauf an?

Das hängt an der Weiche Privat- oder Betriebsvermögen: Beim verpachteten Haus im Privatvermögen gilt in der Regel die zehnjährige Spekulationsfrist (Paragraf 23 EStG), beim Eigenbetrieb ist der Verkauf regelmäßig eine Betriebsveräußerung mit eigenen Regeln (Paragrafen 16 und 34 EStG). Die Einordnung Ihres Falls übernimmt der Steuerberater, den wir früh einbinden.

Spielt die Umsatzsteuer beim Verkauf eine Rolle?

Häufig ja, weil Beherbergungsumsätze umsatzsteuerpflichtig sind. Der Verkauf eines laufenden Betriebs oder verpachteten Hauses lässt sich in vielen Konstellationen als Geschäftsveräußerung im Ganzen umsatzsteuerneutral gestalten. Entscheidend ist die richtige Formulierung im Kaufvertrag, das klären Steuerberater und Notar vor dem Termin.

Kann ich diskret verkaufen, ohne dass Betreiber, Personal und Gäste es erfahren?

Ja, das ist beim Boardinghaus der Standard: keine Portale, keine Inserate, kein Schild. Vorqualifizierte Investoren erhalten nach Verschwiegenheitsvereinbarung abgestuft Informationen, Begehungen laufen als normale Objekttermine. Betreiber und Team werden erst eingebunden, wenn es der Prozess erfordert, auf Wunsch erst zum Notartermin.

Lohnt sich vor dem Verkauf die Umnutzung zu Wohnungen?

Selten die Umsetzung, oft die Dokumentation: Läuft der Betrieb gut, reicht es, das planungsrechtlich geprüfte Umnutzungspotenzial im Datenraum zu belegen, der Käufer zahlt für die Option. Schwächelt der Betrieb, kann der Wohnwert den Betreiberwert schlagen, dann ist der Umnutzer der richtige Käufer. Wir rechnen beide Szenarien.

Wie unterscheidet sich der Markt in München vom Rest Bayerns?

München ist der tiefste Markt mit dauerhafter Longstay-Nachfrage aus Konzernen, Kliniken, Hochschulen und Messen, entsprechend höher sind Preise und Faktoren. Außerhalb Münchens tragen einzelne Nachfrageanker (Industrieprojekte, Kliniken, Tourismus) den Standort, die Käuferprüfung konzentriert sich dort stärker auf die Belegungshistorie. In München kommt das Zweckentfremdungsrecht als Prüfpunkt bei Umnutzungen dazu.

Lohnt sich der Verkauf 2026 oder soll ich warten?

2026 trifft ein robustes Segment auf einen erholten Gesamtmarkt: steigende All-in-Mieten, wieder aktive Investoren im Micro-Living und bayernweit 142.712 Transaktionen im Jahr 2025 (plus 11,8 Prozent). Wer verkaufen will, findet Nachfrage. Warten lohnt sich vor allem, wenn der Pachtvertrag vor einer Verlängerung steht oder die Belegungshistorie erst noch ein normales Jahr braucht.

Was ist Ihr Boardinghaus in Bayern wert?

Fundierte Bewertung nach Betriebsmodell, klare Verkaufsstrategie, Zugang zu geprüften Spezialinvestoren und Betreibern. Persönlich, lokal, diskret. Wir ordnen Ihr Vorhaben ehrlich ein, auch dann, wenn Warten der bessere Weg ist.

Marktwert ermitteln Anfrage senden 089 444 432 130

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Stand und Hinweise

Stand aller Angaben: 2026-07-03. Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keine individuelle Steuer-, Rechts-, Finanzierungs- oder Anlageberatung. Markteinordnungen sind allgemeine Orientierung und beruhen auf eigener Markteinschätzung sowie neutralen Quellen: Immobilienmarktbericht Bayern 2026 des Oberen Gutachterausschusses, StMELF-Presseblatt Tourismus in Bayern 2025 (Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik) und 12. Marktreport der Initiative Micro-Living (bulwiengesa, 2025). Gesetzliche Angaben (Grunderwerbsteuer, Spekulationsfrist, Drei-Objekt-Grenze, Paragrafen 613a BGB, 16 und 34 EStG) folgen den geltenden Regelungen. Konkrete Kaufpreisfaktoren, Pachtwerte und Objektwerte sind objekt- und lageabhängig und nennen wir Ihnen verbindlich erst nach Prüfung des Einzelobjekts.