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Wohn- und Geschäftshaus verkaufen in Bayern

Die kurze Antwort: Ein Wohn- und Geschäftshaus (auch WGH oder gemischt genutztes Objekt: Läden, Praxen oder Büros im Erdgeschoss, Wohnungen darüber) wird in Bayern über den Ertragswert verkauft. Wohn- und Gewerbemieten werden dabei getrennt bewertet, denn der Gewerbeanteil bestimmt Kaufpreisfaktor, Finanzierung und Käuferkreis. Der Verkauf gelingt öffentlich oder diskret, ohne dass Mieter und Kundschaft davon erfahren. Kopp Real Estate begleitet Eigentümer in ganz Bayern, von der Bewertung bis zum Notar.

Fachlich verantwortlich: Martin Kopp, Kopp Real Estate GmbH. Aktualisiert am 2026-07-03. Keine Steuer- oder Rechtsberatung, modellhafte Information.

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Was ist mein Haus wert? Ich suche ein WGH als Anlage

Was ist mein Wohn- und Geschäftshaus in Bayern wert?

Der Wert ergibt sich aus dem Ertragswertverfahren mit zwei getrennten Ertragsströmen: Die Wohnmieten werden am Mietspiegel und der örtlichen Nachfrage gemessen, die Gewerbemieten an Vertragslaufzeit, Indexierung, Mieterbonität und Drittverwendungsfähigkeit der Fläche. Beides zusammen wird mit dem marktüblichen Kaufpreisfaktor kapitalisiert. Als amtlicher Anhaltspunkt: Der Gutachterausschuss München wertet Mietwohnhäuser mit einem Gewerbeanteil bis 30 Prozent aus und nennt zuletzt einen Liegenschaftszinssatz von rund 2,7 Prozent und einen Ertragsfaktor von rund dem 31-fachen der Jahresrohmiete (Herbstanalyse 2025). Je höher der Gewerbeanteil, desto höher setzt der Markt den Liegenschaftszins an und desto niedriger fällt der Faktor aus. Außerhalb Münchens liegen die Faktoren generell niedriger, die laufenden Renditen höher.

Die folgende Modellrechnung zeigt nur, wie stark der Faktor den Wert bewegt, sie ist kein objektbezogener Wert. Beispielobjekt mit 80.000 Euro Jahresnettokaltmiete, davon 60.000 Euro aus Wohnungen und 20.000 Euro aus einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss:

Rechengröße Ländlich (Faktor 17) Mittelzentrum (Faktor 22) München-Niveau (Faktor 28)
Jahresnettokaltmiete gesamt80.000 Euro80.000 Euro80.000 Euro
Indikativer Ertragswert1,36 Mio. Euro1,76 Mio. Euro2,24 Mio. Euro

Echte Werttreiber beim Wohn- und Geschäftshaus sind neben Lage und Substanz vor allem die Qualität der Gewerbemietverträge: lange Restlaufzeiten, Indexierung, ein bonitätsstarker Mieter und eine Fläche, die auch ein Nachmieter nutzen könnte. Auf der Wohnseite zählt wie beim reinen Zinshaus die Differenz zwischen Ist-Miete und Marktmiete. Geht es Ihnen um ein reines Wohnhaus ohne Gewerbe, finden Sie die passende Seite unter Mehrfamilienhaus verkaufen in Bayern.

Stand 2026-07-03. Die Faktoren der Modellrechnung dienen nur der Veranschaulichung der regionalen Spreizung und sind keine Aussage über ein konkretes Objekt. Der amtliche München-Benchmark stammt aus der Herbstanalyse 2025 des Gutachterausschusses München und gilt für Objekte mit Gewerbeanteil bis 30 Prozent. Welcher Faktor und welcher Wert für Ihr Haus realistisch sind, ermitteln wir objektbezogen, für Eigentümer kostenfrei und ohne Verkaufsverpflichtung.

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Wie beeinflusst der Gewerbeanteil Wert, Finanzierung und Käuferkreis?

Der Gewerbeanteil ist die zentrale Stellgröße beim Wohn- und Geschäftshaus. Er entscheidet, wie Banken das Objekt finanzieren, welche Käufergruppen bieten und mit welchem Faktor der Markt rechnet. Grob gilt: Je stärker das Objekt vom Wohnen geprägt ist, desto breiter der Käuferkreis und desto stabiler die Bewertung. Je stärker das Gewerbe dominiert, desto genauer schauen Käufer auf Mietvertrag, Mieterbonität und Nachvermietbarkeit.

Objektprofil Bewertungslogik Finanzierung Typische Käufer
Wohngeprägt (Gewerbeanteil bis rund 30 %)nahe am Zinshaus, amtlich mit ausgewertet (München-Benchmark)meist wie Wohnimmobilie, breite Bankenauswahlprivate Kapitalanleger, Familienvermögen, Bestandshalter
Gemischt (rund 30 bis 50 %)getrennte Ertragsströme, Gewerbeverträge prägen den Preis mitbankabhängig, oft gewerbliche Konditionen für Teilbeträgeerfahrene Privatanleger, regionale Investoren
Gewerbegeprägt (über 50 %)Gewerbelogik: Laufzeit, Bonität, Drittverwendungsfähigkeit entscheidengewerbliche Finanzierung, höhere Eigenkapitalanforderunggewerbliche Investoren, Family Offices, Eigennutzer mit Betrieb

Für den Verkäufer heißt das: Vor der Vermarktung lohnt der Blick in die Gewerbemietverträge. Eine Verlängerung oder Indexanpassung vor dem Verkauf kann den Ertragswert spürbar heben, weil sie dem Käufer Planungssicherheit gibt. Wir prüfen das im Rahmen der Bewertung mit.

Qualitative Orientierung, Stand 2026-07-03. Finanzierungskonditionen setzt die jeweilige Bank fest, die Einordnung ersetzt keine Finanzierungsberatung.

Lohnt sich der Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses in Bayern 2026?

Der bayerische Markt ist zurück im Aufwärtsmodus. Nach zwei Korrekturjahren meldet der aktuelle Immobilienmarktbericht Bayern für 2024 wieder 13,3 Prozent mehr Kauffälle und für 2025 einen weiteren Anstieg um 11,8 Prozent auf 142.712 Transaktionen. Der Geldumsatz erreichte 2025 rund 56 Milliarden Euro und damit wieder das Niveau von 2022. Für gemischt genutzte Häuser kommt hinzu: In München stieg die Zahl der verkauften Büro- und Geschäftshäuser im 1. bis 3. Quartal 2025 um 43 Prozent, das Transaktionsgeschehen im Segment hat spürbar angezogen. Wer verkaufen will, trifft 2026 auf einen aufnahmefähigen Markt mit stabilisiertem Preisniveau.

Kennzahl Wert Quelle
Kauffälle Bayern 2024127.638, plus 13,3 % ggü. 2023Immobilienmarktbericht Bayern 2026, Oberer Gutachterausschuss
Kauffälle Bayern 2025142.712, plus 11,8 % ggü. 2024Immobilienmarktbericht Bayern 2026
Geldumsatz Bayern 2025rund 56 Mrd. Euro, etwa Niveau von 2022Immobilienmarktbericht Bayern 2026
Bayerns Anteil am bundesweiten Geldumsatz 2024rund 20 % (50,5 Mrd. Euro)Immobilienmarktbericht Bayern 2026
Verkäufe Büro- und Geschäftshäuser München Q1 bis Q3 2025Anzahl plus 43 % ggü. VorjahreszeitraumGutachterausschuss München, Herbstanalyse 2025
Marktstimmung Bayern Herbst 2025Nachfrage und Transaktionen steigen, Preise rund +/- 2 %IVD Süd, Kaufmarktbericht Bayern Herbst 2025

Stand 2026-07-03. Amtliche und verbandliche Marktdaten, keine Aussage über ein einzelnes Objekt. Der Geldumsatz der Münchner Büro- und Geschäftshäuser lag im selben Zeitraum unter dem Vorjahr, weil 2024 mehrere umsatzstarke Großverkäufe enthielt. Ob 2026 für Ihr Haus der richtige Zeitpunkt ist, hängt von Lage, Mietverträgen und Haltefrist ab.

Was tun bei Leerstand im Erdgeschoss?

Leerstand im Erdgeschoss drückt den Preis, ist aber gestaltbar. Der Strukturwandel im Einzelhandel trifft viele Erdgeschossflächen, gerade in kleineren Zentren. Käufer rechnen leere Gewerbeflächen konservativ oder ziehen einen Abschlag ab. Vor dem Verkauf gibt es drei Wege, die wir mit Ihnen durchrechnen:

  • Neu vermieten, dann verkaufen. Ein frischer Mietvertrag mit tragfähigem Nutzer (Gastronomie, Praxis, Physiotherapie, Büro, Nahversorgung) hebt den Ertragswert direkt. Realistisch einplanen: Die gewerbliche Nachvermietung braucht in kleineren Lagen Zeit und marktgerechte Konditionen.
  • Wohnungspaket verkaufen Bayern
  • Umnutzung prüfen. Wo das Planungsrecht es zulässt, kann aus einer schwachen Ladenfläche eine Wohnung, eine Praxis oder eine Mikroeinheit werden. Das verändert Bewertung und Käuferkreis, teils deutlich zum Positiven.
  • Mit Potenzialansatz verkaufen. Wer nicht warten will, verkauft mit transparent dokumentiertem Vermietungs- oder Umnutzungspotenzial. Der richtige Käufer (Projektentwickler, umsetzungsstarker Bestandshalter) zahlt für belegtes Potenzial mehr als der Markt für ungeklärten Leerstand.

Stand 2026-07-03. Welche Option wirtschaftlich vorn liegt, hängt von Lage, Fläche und Planungsrecht ab und gehört in die objektbezogene Bewertung.

Diskret verkaufen oder öffentlich vermarkten?

Beim Wohn- und Geschäftshaus wiegt Diskretion doppelt: Neben den Wohnmietern haben Sie Gewerbemieter, deren Kundschaft, Personal und Lieferanten nichts von einem Verkauf erfahren sollen. Ein öffentlich inseriertes Geschäftshaus verunsichert den Laden im Erdgeschoss schneller als jede Mieterhöhung. Deshalb laufen die meisten WGH-Verkäufe diskret über die Direktansprache vorqualifizierter Käufer.

Kriterium Diskreter Direktverkauf Öffentliche Vermarktung
Reichweitegezielt, vorqualifiziertes Investorennetzwerkmaximal, Portale und Inserate
Diskretionhoch, Mieter, Kundschaft und Umfeld erfahren nichtsgering, Objekt ist öffentlich erkennbar
Wirkung auf Gewerbemieterkeine, Geschäftsbetrieb bleibt ungestörtVerunsicherung bei Mieter und Kundschaft möglich
PreisfindungVerhandlung auf ErtragswertbasisMarktdruck, bei Nachfrage Bieterwettbewerb
Geeignet fürvermietete Objekte, laufende Geschäfte, Erbfälleleerstehende oder umnutzungsreife Objekte

Wie der diskrete Weg konkret abläuft, lesen Sie auf der Seite Secret Sale: Immobilie diskret verkaufen oder unter Off-Market.

Wie läuft der Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses ab?

In sechs Schritten, in der Regel 3 bis 6 Monate. Beim gemischt genutzten Haus kommt gegenüber dem reinen Wohnhaus die Aufbereitung der Gewerbeverträge hinzu, sie ist der Teil, den Käufer und Banken am genauesten prüfen.

  1. Ertragswertermittlung. Getrennte Bewertung von Wohn- und Gewerbeertrag, Einordnung von Faktor und Preisspanne als Verhandlungsbasis.
  2. Unterlagen aufbereiten. Vollständiger Objektdatenraum inklusive aller Gewerbemietverträge mit Nachträgen und Indexierungshistorie (Checkliste unten).
  3. Vermarktungsstrategie. Diskrete Direktansprache des Investorennetzwerks oder breite Vermarktung, abgestimmt auf Mieterstruktur und Objektzustand.
  4. Käuferauswahl und Bonität. Vorqualifizierung, Finanzierungsbestätigung vor Besichtigung, gebündelte Termine außerhalb der Geschäftszeiten, bei Bedarf Verschwiegenheitsvereinbarung.
  5. Verhandlung. Preis, Übergabetermine, Gewährleistung, Umgang mit Gewerbevertrag und Instandhaltungsthemen. Hier entscheidet sich der Nettoerlös.
  6. Notar und Übergabe. Koordination des Notartermins, geordnete Übergabe der Wohn- und Gewerbemietverhältnisse, Kautionen und Versorgerverträge.

Checkliste: diese Unterlagen brauchen Sie

  • aktueller Grundbuchauszug (Eigentum, Lasten in Abteilung II und III)
  • Mietaufstellung je Einheit, getrennt nach Wohnen und Gewerbe: Vertragsbeginn, Nettokaltmiete, letzte Anpassung, Kaution
  • alle Gewerbemietverträge mit sämtlichen Nachträgen, Options- und Indexklauseln, Umsatz- oder Staffelvereinbarungen
  • alle Wohnraummietverträge inklusive Nachträge
  • Flächenaufstellung Wohn- und Nutzfläche, Grundrisse, Lageplan
  • Baugenehmigungen und gegebenenfalls Nutzungsänderungen für die Gewerbeflächen
  • Energieausweis (Pflicht ab Vermarktungsbeginn)
  • Betriebskostenabrechnungen der letzten drei Jahre inklusive Umlageschlüssel für die Gewerbeflächen
  • Nachweise zu Sanierungen und Modernisierungen (Dach, Heizung, Stränge, Fenster, Fassade, Schaufensteranlage)
  • Versicherungsnachweise (Gebäude, Haftpflicht)
  • bei Erbfall: Erbschein oder notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll

Kann ich ein voll vermietetes Wohn- und Geschäftshaus verkaufen?

Ja, ohne Zustimmung der Mieter. Der Käufer tritt in alle bestehenden Mietverhältnisse ein: bei den Wohnungen nach Paragraf 566 BGB (Kauf bricht nicht Miete), bei den Gewerbeflächen über die Verweisung des Paragrafen 578 BGB in gleicher Weise. Laufende, gut dokumentierte Mietverhältnisse sind für Investoren die Grundlage der Kaufentscheidung. Besonders wertstützend sind indexierte Gewerbemietverträge: Sie koppeln die Miete an die Verbraucherpreise und geben dem Käufer kalkulierbare Erträge.

  • saubere Mietaufstellung mit Vertragsdaten, Kautionen und Anpassungshistorie je Einheit, getrennt nach Wohnen und Gewerbe
  • Gewerbeverträge vollständig mit allen Nachträgen, denn Lücken kosten im Preis mehr als jede Verhandlung bringt
  • Besichtigungen gebündelt und außerhalb der Geschäftszeiten, damit Laden und Haus ruhig bleiben
  • Kommunikation mit den Mietern erst zum richtigen Zeitpunkt, auf Wunsch diskret bis zum Notartermin
  • Übergabeprotokoll für Kautionen, Versorgerverträge und laufende Vorgänge

Welche Steuern fallen beim Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses an?

Bei privat gehaltenen Objekten ist der Gewinn nach zehn Jahren Haltedauer in der Regel einkommensteuerfrei (Spekulationsfrist nach Paragraf 23 EStG, bei geerbten Objekten zählt die Haltedauer des Erblassers mit). Beim gemischt genutzten Haus kommen einige Besonderheiten dazu:

  • Spekulationsfrist: Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach Erwerb löst Einkommensteuer auf den Gewinn aus. Beim vermieteten Objekt greift die Eigennutzungs-Ausnahme praktisch nicht.
  • Betriebsvermögen: Wird eine Gewerbeeinheit im eigenen Betrieb genutzt oder gehört das Haus ganz oder teilweise zu einem Betriebsvermögen, gelten andere Regeln als im Privatvermögen. Das gehört vor der Vermarktung auf den Tisch des Steuerberaters.
  • Kaufpreisaufteilung: Käufer und Verkäufer legen im Kaufvertrag sinnvollerweise die Aufteilung auf Grundstück, Wohnteil und Gewerbeteil fest, sie bestimmt die Abschreibung des Käufers und macht das Objekt für Kapitalanleger kalkulierbar.
  • Umsatzsteuer: Bei umsatzsteuerpflichtig vermieteten Gewerbeflächen kann der Verkauf als Geschäftsveräußerung im Ganzen umsatzsteuerneutral ablaufen, die vertragliche Gestaltung gehört in die Hand von Steuerberater und Notar.
  • Drei-Objekt-Grenze: Wer innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Objekte verkauft, riskiert die Einstufung als gewerblicher Grundstückshändler. Ein ungeteiltes Wohn- und Geschäftshaus zählt als ein Objekt.

Auf der Erwerbsseite hilft Bayern beim Käufer: Die Grunderwerbsteuer liegt bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Wert in Deutschland.

Stand 2026-07-03. Keine Steuerberatung, modellhafte Information auf Basis der geltenden gesetzlichen Regelungen. Für die steuerliche Gestaltung binden wir auf Wunsch Ihren Steuerberater frühzeitig ein.

Wann ist der Verkauf sinnvoll, wann nicht?

Verkauf spricht dafür, wenn

  • die Spekulationsfrist abgelaufen ist und der Gewinn steuerfrei realisiert werden kann
  • der Gewerbemietvertrag frisch verlängert oder indexiert ist, denn dann kauft der Markt Planungssicherheit
  • eine Erbengemeinschaft sich einig ist und niemand die gemischte Verwaltung übernehmen will
  • Instandhaltung, Brandschutz oder energetische Anforderungen Kapital binden würden, das nicht da ist
  • die doppelte Verwaltung aus Wohn- und Gewerbemietrecht zur Last wird
  • das Kapital anders gebraucht wird (Nachfolge, Ruhestand, Umschichtung)

Warten spricht dafür, wenn

  • die Spekulationsfrist erst in wenigen Monaten abläuft (steuerfrei statt steuerpflichtig)
  • die Gewerbefläche gerade leer steht: erst neu vermieten oder das Potenzial dokumentieren, dann verkaufen
  • der Gewerbemietvertrag kurz vor einer Verlängerung steht, die den Ertragswert hebt
  • deutliche Mietreserve im Wohnteil besteht und kein Verkaufsdruck
  • eine Sanierung halb fertig ist, denn die abgeschlossene Maßnahme erzielt mehr
  • das Objekt langfristig Vermögensbaustein bleiben soll und die Bewirtschaftung trägt

Sie wollen ein Wohn- und Geschäftshaus in Bayern kaufen?

Die interessantesten Geschäftshäuser kommen selten auf die Portale, sie werden diskret im Direktkontakt vergeben. Kopp Real Estate vermittelt Wohn- und Geschäftshäuser in Bayern an vorqualifizierte Käufer, vom privaten Kapitalanleger bis zum Family Office. Hinterlegen Sie Ihr Suchprofil, und wir melden passende Objekte, bevor sie öffentlich werden.

  • Aufnahme ins Investorennetzwerk mit klarem Suchprofil (Lage, Größe, Gewerbeanteil, Faktor, Zustand)
  • Bonitäts- oder Eigenkapitalnachweis vor Objektzugang, bei sensiblen Objekten Verschwiegenheitsvereinbarung
  • abgestufte Informationsfreigabe: erst Eckdaten, dann Datenraum, dann Besichtigung
Wohn- und Geschäftshaus kaufen: so geht es Suchprofil hinterlegen Immobilien-Investment

Oder rufen Sie uns direkt an: 089 444 432 130

Wer ist Ihr Ansprechpartner?

Kopp Real Estate GmbH, Immobilienmakler aus Unterhaching bei München, tätig in ganz Bayern mit Schwerpunkt München und Oberbayern. Martin Kopp verantwortet Bewertung und Strategie, Mona Kopp Verkauf und Vermarktung. Steuerliche Fragen klären wir gemeinsam mit Ihrem Steuerberater.

Münchner Straße 66, 82008 Unterhaching
Telefon: 089 444 432 130
E-Mail: kontakt@kopp-re.de
Servicegebiet: Bayern, Schwerpunkt München und Oberbayern
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr, Sa nach Vereinbarung

Martin und Mona Kopp, Kopp Real Estate GmbH, Ansprechpartner für den Verkauf von Wohn- und Geschäftshäusern in Bayern

Martin und Mona Kopp, Kopp Real Estate GmbH, Unterhaching

Häufige Fragen zum Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses in Bayern

Was ist ein Wohn- und Geschäftshaus?

Ein Wohn- und Geschäftshaus (kurz WGH) ist ein gemischt genutztes Gebäude: typischerweise Läden, Gastronomie, Praxen oder Büros im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen. Es verbindet zwei Ertragsströme in einem Objekt und wird deshalb anders bewertet und vermarktet als ein reines Mehrfamilienhaus oder eine reine Gewerbeimmobilie.

Wie wird ein Wohn- und Geschäftshaus bewertet?

Über das Ertragswertverfahren mit getrennten Ertragsströmen: Die Wohnmieten werden am örtlichen Mietniveau gemessen, die Gewerbemieten an Vertragslaufzeit, Indexierung, Mieterbonität und Nachvermietbarkeit. Beides wird mit dem marktüblichen Kaufpreisfaktor kapitalisiert. Je höher der Gewerbeanteil, desto höher der Liegenschaftszins und desto niedriger der Faktor. Die belastbare Einschätzung erfolgt objektbezogen.

Welcher Kaufpreisfaktor ist bei Wohn- und Geschäftshäusern in Bayern üblich?

Einen festen Faktor gibt es nicht, er hängt von Lage, Gewerbeanteil und Vertragsqualität ab. Als amtlicher Anhaltspunkt: Der Gutachterausschuss München nennt für Mietwohnhäuser mit Gewerbeanteil bis 30 Prozent zuletzt einen Ertragsfaktor von rund 31 (Herbstanalyse 2025). Außerhalb Münchens und bei höherem Gewerbeanteil liegen die Faktoren niedriger, die laufenden Renditen entsprechend höher.

Wie wirkt sich der Gewerbeanteil auf den Verkaufspreis aus?

Der Gewerbeanteil bestimmt Bewertung, Finanzierung und Käuferkreis. Wohngeprägte Objekte (Gewerbeanteil bis rund 30 Prozent) werden nahe am Zinshaus bewertet und finden den breitesten Käuferkreis. Bei höherem Gewerbeanteil rechnen Käufer konservativer und die Bank finanziert eher zu gewerblichen Konditionen. Ein starker, langfristiger Gewerbemietvertrag kann diesen Effekt ausgleichen und den Preis sogar heben.

Was passiert mit den Gewerbemietverträgen beim Verkauf?

Sie laufen unverändert weiter. Der Käufer tritt in alle bestehenden Mietverhältnisse ein, bei Wohnraum nach Paragraf 566 BGB, bei Gewerberaum über die Verweisung des Paragrafen 578 BGB. Der Gewerbemieter braucht dem Verkauf nicht zuzustimmen und behält alle Rechte aus seinem Vertrag, einschließlich Options- und Indexklauseln.

Sind Indexmietverträge beim Verkauf ein Vorteil?

Ja, deutlich. Indexierte Gewerbemietverträge koppeln die Miete an die Verbraucherpreisentwicklung und geben dem Käufer kalkulierbare, inflationsgeschützte Erträge. Zusammen mit langer Restlaufzeit und guter Mieterbonität gehören sie zu den stärksten Preisargumenten beim Wohn- und Geschäftshaus. Eine dokumentierte Indexierungshistorie gehört deshalb in jeden Datenraum.

Was mache ich mit einer leerstehenden Gewerbefläche vor dem Verkauf?

Drei Wege: neu vermieten und dann verkaufen (hebt den Ertragswert direkt), eine Umnutzung zu Wohnen, Praxis oder Büro prüfen (wo das Planungsrecht es zulässt) oder mit sauber dokumentiertem Potenzial an einen umsetzungsstarken Käufer verkaufen. Ungeklärter Leerstand kostet im Preis am meisten, dokumentiertes Potenzial am wenigsten.

Wer kauft Wohn- und Geschäftshäuser in Bayern?

Private Kapitalanleger und Familienvermögen mit Erfahrung im Bestand, regionale Investoren, Family Offices mit langfristiger Strategie und vereinzelt Eigennutzer, die das Erdgeschoss für den eigenen Betrieb suchen. Wohngeprägte Häuser sprechen den breitesten Kreis an, gewerbegeprägte Objekte eher spezialisierte Käufer. Welche Gruppe den besten Preis zahlt, ordnen wir vor der Vermarktung ein.

Wie lange dauert der Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses?

In der Regel drei bis sechs Monate von der Bewertung bis zum Notartermin. Die Käuferprüfung dauert beim gemischt genutzten Haus oft etwas länger als beim reinen Wohnhaus, weil Bank und Käufer die Gewerbeverträge im Detail prüfen. Ein vollständiger Datenraum von Anfang an ist der wirksamste Beschleuniger.

Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf?

Grundbuchauszug, Mietaufstellung getrennt nach Wohnen und Gewerbe, alle Miet- und Gewerbemietverträge mit sämtlichen Nachträgen und Indexklauseln, Flächenaufstellung, Baugenehmigungen und Nutzungsänderungen, Energieausweis, Betriebskostenabrechnungen mit Umlageschlüssel, Sanierungsnachweise, bei Erbfall Erbschein oder notarielles Testament. Die vollständige Checkliste steht im Abschnitt zum Ablauf.

Welche Steuern fallen beim Verkauf an?

Bei privat gehaltenen Objekten ist der Gewinn nach zehn Jahren Haltedauer in der Regel einkommensteuerfrei (Paragraf 23 EStG). Besonderheiten beim Wohn- und Geschäftshaus: eigengenutzte oder betrieblich zugeordnete Gewerbeteile können Betriebsvermögen sein, und bei umsatzsteuerpflichtig vermieteten Flächen spielt die Umsatzsteuer-Gestaltung eine Rolle. Beides gehört früh zum Steuerberater.

Spielt die Umsatzsteuer beim Verkauf eine Rolle?

Sie kann. Wenn Gewerbeflächen umsatzsteuerpflichtig vermietet sind, lässt sich der Verkauf häufig als Geschäftsveräußerung im Ganzen umsatzsteuerneutral gestalten. Entscheidend ist die richtige Formulierung im Kaufvertrag. Das ist reine Gestaltungsfrage für Steuerberater und Notar und kein Hindernis für den Verkauf, es muss nur vor dem Notartermin geklärt sein.

Kann ich diskret verkaufen, ohne dass Gewerbemieter und Kundschaft es erfahren?

Ja, das ist beim Wohn- und Geschäftshaus der Regelfall: keine Portale, keine Inserate, kein Schild. Das Objekt wird vorqualifizierten Käufern direkt vorgestellt, mit abgestufter Informationsfreigabe und Verschwiegenheitsvereinbarung. Besichtigungen laufen gebündelt und außerhalb der Geschäftszeiten, damit Laden und Haus ungestört bleiben. Details auf der Seite Secret Sale.

Erst neu vermieten oder gleich verkaufen?

Wenn eine Gewerbefläche leer steht oder der Vertrag ausläuft, lohnt die Rechnung: Eine Neuvermietung oder Verlängerung vor dem Verkauf hebt den Ertragswert meist um ein Mehrfaches der Jahresmiete, kostet aber Zeit. Bei Verkaufsdruck ist der Verkauf mit dokumentiertem Potenzial der schnellere Weg. Wir rechnen beide Szenarien im Rahmen der Bewertung durch.

Wie unterscheidet sich der Markt in München vom Rest Bayerns?

München ist der teuerste und liquideste Teilmarkt: hohe Faktoren, niedrige laufende Renditen, breiter Käuferkreis bis hin zu Family Offices. Im 1. bis 3. Quartal 2025 stieg dort die Zahl der verkauften Büro- und Geschäftshäuser um 43 Prozent. Außerhalb Münchens sind die Preise niedriger und die Renditen höher, die Käufer stärker regional. Maßgeblich für lagegenaue Werte sind die Berichte der 96 örtlichen Gutachterausschüsse.

Lohnt sich der Verkauf 2026 oder soll ich warten?

2026 trifft ein erholter Markt auf wieder aktive Käufer: Der Immobilienmarktbericht Bayern meldet für 2025 rund 142.700 Transaktionen (plus 11,8 Prozent) und rund 56 Milliarden Euro Geldumsatz. Wer verkaufen will, findet einen aufnahmefähigen Markt. Warten lohnt sich vor allem, wenn die Spekulationsfrist bald abläuft, eine Gewerbefläche kurz vor der Neuvermietung steht oder eine Vertragsverlängerung den Ertragswert heben würde.

Was ist Ihr Wohn- und Geschäftshaus in Bayern wert?

Fundierte Ertragswertermittlung mit getrennter Bewertung von Wohn- und Gewerbeertrag, klare Verkaufsstrategie, Zugang zu geprüften Investoren. Persönlich, lokal, diskret. Wir ordnen Ihr Vorhaben ehrlich ein, auch dann, wenn Warten der bessere Weg ist.

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Stand aller Angaben: 2026-07-03. Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keine individuelle Steuer-, Rechts-, Finanzierungs- oder Anlageberatung. Markteinordnungen sind allgemeine Orientierung und beruhen auf eigener Markteinschätzung sowie amtlichen und neutralen Quellen: Immobilienmarktbericht Bayern 2026 des Oberen Gutachterausschusses, Herbstanalyse 2025 des Gutachterausschusses München und Kaufmarktbericht Bayern Herbst 2025 des IVD Süd. Gesetzliche Angaben (Grunderwerbsteuer, Spekulationsfrist, Drei-Objekt-Grenze, Paragrafen 566 und 578 BGB) folgen den geltenden Regelungen. Konkrete Kaufpreisfaktoren, Renditen und Werte sind objekt- und lageabhängig und nennen wir Ihnen verbindlich erst nach Prüfung des Einzelobjekts.