Praxisimmobilien in München: Überblick für Eigentümer, Ärzte und MVZ
Praxisimmobilien sind Flächen, in denen Ärzte, Praxisgemeinschaften und MVZ arbeiten: einzelne Praxisräume, ganze Etagen und Ärztehäuser. In München, im Landkreis München und in der Metropolregion bringt Kopp Real Estate beide Seiten zusammen. Eigentümer vermieten ihre Fläche an Mieter aus der Medizin, Ärzte finden passende Räume, oft bevor sie auf einem Portal stehen. Die erste Einschätzung ist kostenfrei.
Kopp Real Estate GmbH, Immobilienmakler für München und das Münchner Umland. Ansprechpartner ist Martin Kopp, unter anderem Stabsstellenleiter Immobilienmanagement am Klinikum rechts der Isar.
Für Ärzte auf Raumsuche: Suchprofil, Besichtigung und Mietvertrag erklärt die Seite Praxis mieten in München.
Fläche für Ärzte und MVZ anbieten
Nennen Sie uns die Art Ihrer Fläche und Ihre E-Mail-Adresse. Wir prüfen, ob sie als Praxis taugt, welche Fachrichtungen dazu passen und wer bei uns gerade sucht. Danach melden wir uns persönlich.
- Kostenfrei und ohne Verpflichtung
- Einschätzung nach Fachrichtung, nicht nach Schema
- Ärzte und MVZ von unserer Suchliste als mögliche Mieter
- Vertrauliche Behandlung Ihrer Angaben
Was sind Praxisimmobilien, und wer sucht sie in München?
Eine Praxisimmobilie ist jede Fläche, die für eine ärztliche Praxis genutzt wird oder genutzt werden kann. Das reicht vom einzelnen Praxisraum über die Etage für eine Gemeinschaftspraxis bis zum Ärztehaus mit mehreren Fachrichtungen. Mietrechtlich zählen Praxisräume zu den Gewerberäumen, auch wenn Ärzte Freiberufler sind.
Gesucht werden Praxisflächen in München von niedergelassenen Ärzten, die gründen, wachsen oder umziehen, von Praxisgemeinschaften und Berufsausübungsgemeinschaften und von Trägern medizinischer Versorgungszentren. Im Landkreis München und in der Metropolregion kommen Praxen dazu, die näher an ihre Patienten rücken wollen.
| Objekt | Typische Nutzer | Was das Gebäude mitbringen sollte |
|---|---|---|
| Einzelne Praxisfläche | Hausarzt, Hautarzt, Fachärzte mit wenig Technik | stufenloser Zugang, Wasser in mehreren Räumen, Wartebereich |
| Praxisetage | Gemeinschaftspraxis, Zahnarzt, Augenarzt | Aufzug, teilbarer Grundriss, Leitungsreserven für Technik |
| Fläche für ein MVZ | MVZ-Träger, Praxisgruppen | größere zusammenhängende Fläche, gute Erreichbarkeit, Stellplätze |
| Ärztehaus | mehrere Praxen, oft mit Apotheke oder Therapie | gemeinsame Erschließung, Aufzug, Mietermix ohne Konkurrenz im Haus |
| Umgenutzte Büro- oder Ladenfläche | alle Fachrichtungen, je nach Technik | Genehmigung der Praxisnutzung, Ausbau für Behandlungsräume |
Wer eine Fläche vermieten möchte, findet die Details auf der Seite Praxis vermieten in München, dort geht es um Umsatzsteuer, Zweckentfremdung und den Praxismietvertrag aus Sicht des Eigentümers.
Welche Räume braucht eine Arztpraxis je nach Fachrichtung?
Jede Praxis braucht einen Empfang, einen Wartebereich, Behandlungs- oder Untersuchungsräume, Personal- und Sozialräume, Lager und Toiletten. Was darüber hinaus nötig ist, bestimmt die Fachrichtung. Die Übersicht zeigt, welche Räume typisch sind und welche Technik und Genehmigung dahinterstehen.
Tabelle lässt sich seitlich wischen.
| Fachrichtung | Typische Räume | Technik und Genehmigung | Häufige Varianten |
|---|---|---|---|
| Zahnarzt | mehrere Behandlungszimmer, Röntgenraum, Sterilisation, oft Eigenlabor | Wasser, Abwasser und Amalgamabscheider je Behandlungsplatz, Druckluft, Absaugung, Strahlenschutz für Röntgen und DVT | mit oder ohne Eigenlabor, Kasse oder privat |
| Augenarzt | Untersuchungsräume mit Prüfstrecke, abdunkelbare Räume, Geräteräume | ausreichende Raumtiefe, bei Eingriffen ein OP-Bereich mit Lüftung | mit oder ohne ambulantes Operieren und Laser |
| Radiologie | Geräteräume für MRT, CT und Röntgen, Umkleiden, Befundung | Deckenlast, Abschirmung, Strahlenschutz, Kühlung, starke Stromversorgung, Einbringöffnung | mit oder ohne MRT, Kasse oder privat |
| Orthopädie | Untersuchungsräume, Röntgen, häufig Therapie- und Trainingsflächen | Strahlenschutz bei Röntgen, barrierefreier Zugang, belastbare Böden für Geräte | mit oder ohne Physiotherapie, ambulantes Operieren, eigenes MRT |
| Nuklearmedizin | Heißlabor, Applikations- und Messräume, Warteräume für Patienten nach der Gabe | Umgang mit radioaktiven Stoffen nach Strahlenschutzrecht, Abschirmung, Abklinganlage für Abwasser | Diagnostik oder zusätzlich Therapie |
| Hausarzt | großer Wartebereich, mehrere Sprechzimmer, Labor oder Probenannahme | gute Erreichbarkeit, barrierefreier Zugang, wenig Sondertechnik | Einzelpraxis oder Gemeinschaftspraxis |
| Hautarzt | Sprechzimmer, Räume für Laser und Lichttherapie, Eingriffsraum | Lüftung und Stromversorgung für Geräte, bei Eingriffen Hygieneanforderungen | mit oder ohne ambulantes Operieren, hoher Privatanteil möglich |
Für Eigentümer bedeutet das: Je mehr Technik eine Fachrichtung braucht, desto höher der Ausbau und desto länger will der Mieter in der Regel bleiben. Für Ärzte heißt es: Nicht jede schöne Fläche taugt für jede Fachrichtung, die Technik entscheidet mit.
Was ändert sich an der Fläche mit Labor, ambulantem Operieren oder Großgeräten?
Diese Merkmale verändern die Anforderungen an eine Praxisfläche am stärksten. Sie gelten über die Fachrichtungen hinweg und sollten vor der Besichtigung geklärt sein, weil sie über Eignung, Umbau und Laufzeit entscheiden.
| Merkmal | Was die Fläche zusätzlich können muss | Bedeutung für den Mietvertrag |
|---|---|---|
| Eigenes Labor | Wasser, Abluft, Platz für Geräte, getrennte Arbeitsbereiche | Rückbau der Installationen regeln |
| Ambulantes Operieren | Eingriffs- oder OP-Raum, Aufwachbereich, Lüftung, Hygienezonen | höherer Ausbau, längere feste Laufzeit |
| Großgeräte | Deckenlast, Einbringweg, Kühlung, Stromversorgung | Statik vorab klären, Austausch der Geräte vertraglich ermöglichen |
| Röntgen und Strahlenschutz | bauliche Abschirmung, Genehmigung oder Anzeige nach Strahlenschutzrecht | Zuständigkeit für Abschirmung und Rückbau festlegen |
| Kassen- oder Privatpraxis | bei Kassenpraxen Standort im passenden Planungsbereich | Kassensitz und Umzugsgenehmigung beim Zeitplan berücksichtigen |
| Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis oder MVZ | mit der Zahl der Ärzte wachsen Wartebereich, Sozialräume und Stellplatzbedarf | Vertragspartei und Nachfolge regeln |
Was ist der Unterschied zwischen MVZ, Arztpraxis und Ärztehaus?
Arztpraxis und MVZ beschreiben, wie Ärzte organisiert sind, das Ärztehaus beschreibt ein Gebäude. In einer klassischen Arztpraxis arbeitet ein Arzt oder eine Gruppe von Ärzten auf eigene Rechnung. Ein MVZ, ein medizinisches Versorgungszentrum nach § 95 SGB V, ist eine ärztlich geleitete Einrichtung mit einem Träger, in der Ärzte auch angestellt arbeiten können. Ein Ärztehaus ist ein Gebäude, in dem mehrere Praxen und oft eine Apotheke unter einem Dach liegen. Eine eigene Rechtsform hat es nicht.
| Form | Wer mietet die Fläche | Typischer Flächenbedarf | Was Eigentümer und Ärzte daraus mitnehmen |
|---|---|---|---|
| Einzelpraxis | der Arzt persönlich | überschaubar | enge Bindung an den Standort, Nachfolge früh mitdenken |
| Gemeinschaftspraxis | die Gesellschaft der Ärzte | mittel | Wechsel von Partnern im Vertrag berücksichtigen |
| MVZ | der Träger des MVZ | groß, oft ganze Etagen | ein Vertragspartner für eine große Fläche, langfristige Planung |
| Ärztehaus | jede Praxis einzeln oder ein Betreiber | mehrere Einheiten | Mietermix und Konkurrenzschutz bestimmen den Erfolg des Hauses |
Der Vorteil eines MVZ liegt für Ärzte in geteilter Verwaltung und Technik und in der Möglichkeit, angestellt zu arbeiten. Für Eigentümer liegt er darin, dass ein Träger eine große Fläche aus einer Hand anmietet und den Ausbau über viele Jahre plant. Auch bei uns fragen MVZ nach größeren Flächen in München.
Wie Eigentümer eine größere Fläche an ein Versorgungszentrum vermieten, erklärt die Seite MVZ-Fläche vermieten in München.
Wie MVZ-Träger und Praxisgruppen eine passende Fläche finden, zeigt die Seite MVZ-Fläche mieten in München.
Welcher Standort passt zu einer Praxis in München?
Eine Praxis braucht einen Standort, den ihre Patienten leicht erreichen und den die Zulassung erlaubt. Bei Kassenpraxen ist der Planungsbereich der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns die erste Grenze. Danach zählen Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und die Nachbarschaft im Haus.
Spricht für den Standort
- U-Bahn, S-Bahn, Tram oder Bus in Gehweite, Stellplätze in der Nähe
- Erdgeschoss oder Aufzug bis in die Praxisetage
- Weitere Praxen, Apotheke oder Therapie im Haus oder in der Straße
- Fläche ist bereits als Praxis, Büro oder Laden genehmigt
- Grundriss lässt Behandlungsräume mit Tageslicht zu
Vorher genauer klären
- Kassenpraxis außerhalb des eigenen Planungsbereichs
- Wohnung ohne Genehmigung für eine Praxisnutzung
- Obergeschoss ohne Aufzug
- Eine Praxis derselben Fachrichtung bereits im Haus
- Großgeräte geplant, Statik unbekannt
Im Zweifel prüfen wir den Standort gemeinsam, bevor ein Vertrag unterschrieben wird. Anruf genügt: 089 444 432 130.
Praxisimmobilie kaufen oder mieten: was passt zu Ärzten?
Beides kann passen, die Entscheidung hängt an Kapital und Planungshorizont. Miete hält Kapital frei für Ausstattung und Geräte und lässt Raum, mit der Praxis zu wachsen oder umzuziehen. Ein Kauf gibt dafür volle Kontrolle über Umbau und Laufzeit und lohnt sich eher, wenn die Praxis lange an einem Ort bleiben soll.
| Frage | Mieten | Kaufen |
|---|---|---|
| Kapitalbedarf | gering, Kaution und Ausbau | hoch, Kaufpreis, Nebenkosten und Ausbau |
| Flexibilität | Umzug oder Vergrößerung zum Vertragsende | Verkauf oder Vermietung nötig |
| Umbau | nach Absprache mit dem Eigentümer | in eigener Hand, im Rahmen der Genehmigung |
| Steuerliche Einordnung | Miete ist laufende Praxisausgabe | Praxisräume im eigenen Gebäude gehören in der Regel zum Betriebsvermögen |
Wer seine Praxis im eigenen Haus betreibt, kann die anteiligen Gebäudekosten in der Regel als Betriebsausgaben ansetzen. Dafür zählt der Praxisteil meist zum Betriebsvermögen, und ein Wertzuwachs ist bei Verkauf oder Praxisaufgabe steuerpflichtig. Manche Ärzte wählen deshalb ein anderes Modell, etwa eine Vermietung durch den Ehepartner. Was im Einzelfall passt, klärt der Steuerberater.
Für den Kauf einer Gewerbeimmobilie als Kapitalanlage gibt es die Seite Gewerbeimmobilie kaufen in München.
Gibt es Praxisflächen im Landkreis München und im Münchner Umland?
Ja. Praxisflächen gibt es nicht nur in der Stadt, sondern auch im Landkreis München und in den umliegenden Landkreisen Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg. Für Eigentümer im Umland ist das eine gute Nachricht: Auch dort suchen Ärzte und MVZ Räume, oft mit besserer Erreichbarkeit mit dem Auto als in der Innenstadt.
Zwei Punkte unterscheiden sich vom Stadtgebiet. Für Kassenpraxen gelten eigene Planungsbereiche der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, ein Umzug von der Stadt ins Umland ist deshalb nicht immer ohne Weiteres möglich. Und ob eine Wohnung als Praxis genutzt werden darf, richtet sich nach der Satzung der jeweiligen Gemeinde. Beides prüfen wir für die konkrete Adresse.
Wie bringt Kopp Real Estate Eigentümer und Ärzte zusammen?
Wir arbeiten mit zwei Listen: Flächen von Eigentümern und Gesuche von Ärzten, Praxisgruppen und MVZ. Passt beides zusammen, stellen wir den Kontakt her und begleiten die Vermietung bis zum Vertrag.
Für Eigentümer
Wir prüfen Genehmigung, Zugang und Technik, sagen Ihnen, welche Fachrichtungen passen, und sprechen gezielt Ärzte von unserer Suchliste an.
Für Ärzte
Sie nennen Fachrichtung und E-Mail-Adresse. Wird eine passende Fläche frei, hören Sie von uns, häufig bevor sie öffentlich angeboten wird.
Für beide
Wir bereiten die Eckdaten des Mietvertrags vor, von Laufzeit und Ausbau bis Nachfolge. Die Vertragsgestaltung übernimmt ein Anwalt.
Unsere Konditionen für die Vermittlung stehen auf der Seite Vermieten mit Kopp Real Estate. Die erste Einschätzung und der Eintrag auf die Suchliste sind kostenfrei.
Glossar: Begriffe rund um Praxisimmobilien
- Ambulantes Operieren
- Eingriffe, nach denen der Patient am selben Tag nach Hause geht. Braucht einen Eingriffs- oder OP-Raum mit erhöhten Anforderungen an Lüftung und Hygiene.
- Abklinganlage
- Sammelanlage für Abwasser aus der Nuklearmedizin, in der radioaktive Stoffe abklingen, bevor das Wasser in die Kanalisation geht.
- Amalgamabscheider
- Gerät im Abwasser einer Zahnarztpraxis, das Amalgamreste zurückhält. Wird je Behandlungsplatz eingeplant.
- Ärztehaus
- Gebäude mit mehreren Praxen, häufig verschiedener Fachrichtungen, oft ergänzt um Apotheke oder Therapie. Ein Gebäudebegriff, keine Rechtsform.
- Bagatellgrenze
- Schwelle für die Option zur Umsatzsteuer: Der Mieter darf nur einen sehr kleinen Anteil an Umsätzen ohne Vorsteuerabzug haben. Bei Ärzten wird sie in der Regel überschritten.
- Barrierefreiheit
- Stufenloser Zugang, ausreichend breite Türen und eine nutzbare Toilette. Für Praxen ein zentrales Auswahlkriterium.
- Bedarfsplanung
- Steuerung, wie viele Kassenärzte einer Fachrichtung in einem Planungsbereich zugelassen werden. Grundlage für offene oder gesperrte Planungsbereiche.
- Berufsausübungsgemeinschaft
- Ärzte üben ihren Beruf gemeinsam aus und treten als eine Praxis auf. Früher Gemeinschaftspraxis genannt.
- Betriebsvermögen
- Wirtschaftsgüter, die zur Praxis gehören. Nutzt ein Arzt Räume im eigenen Gebäude für seine Praxis, gehört dieser Teil in der Regel dazu.
- DVT
- Digitale Volumentomographie, ein dreidimensionales Röntgenverfahren in der Zahnmedizin. Braucht Strahlenschutz und einen passenden Raum.
- Einzelpraxis
- Ein Arzt führt die Praxis allein und mietet die Räume persönlich.
- Gebäudemodernisierungsgesetz
- Seit dem 29.07.2026 der neue Name des Gebäudeenergiegesetzes. Regelt energetische Pflichten für Gebäude, auch für Praxisimmobilien.
- Gewerbemietvertrag
- Mietvertrag über Räume, die nicht zum Wohnen dienen. Gilt auch für Praxen und lässt Laufzeit, Miete und Nebenkosten weitgehend frei verhandeln.
- Großgeräte
- Medizinische Geräte wie MRT oder CT mit hohem Gewicht, Strom- und Kühlbedarf. Bestimmen Statik und Einbringweg einer Fläche.
- Heißlabor
- Abgeschirmter Raum in der Nuklearmedizin, in dem radioaktive Arzneimittel vorbereitet werden.
- Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
- Selbstverwaltung der Kassenärzte in Bayern. Zuständig unter anderem für die Bedarfsplanung und die Planungsbereiche.
- Kassensitz
- Umgangssprachlich für die Zulassung zur Versorgung gesetzlich Versicherter. Sie gilt für einen Planungsbereich, eine Verlegung der Praxis ist genehmigungspflichtig.
- Konkurrenzschutz
- Abrede im Mietvertrag, dass im selben Haus keine weitere Praxis derselben Fachrichtung einzieht.
- MVZ
- Medizinisches Versorgungszentrum nach § 95 SGB V. Ärztlich geleitete Einrichtung mit einem Träger, in der Ärzte auch angestellt arbeiten. Mietet meist größere Flächen.
- MVZ-Träger
- Gesellschaft, die ein MVZ gründet und betreibt, und damit in der Regel Vertragspartner im Mietvertrag.
- Nutzungsänderung
- Baurechtliche Genehmigung, wenn eine Fläche anders genutzt werden soll als bisher genehmigt, etwa ein Laden als Praxis.
- Option zur Umsatzsteuer
- Verzicht des Vermieters auf die Steuerfreiheit der Vermietung (§ 9 UStG). Bei Arztmietern meist ausgeschlossen.
- Planungsbereich
- Gebiet, für das die Bedarfsplanung festlegt, wie viele Kassenärzte einer Fachrichtung dort tätig sein dürfen.
- Praxisgemeinschaft
- Mehrere Ärzte nutzen Räume, Geräte oder Personal gemeinsam, führen aber jeder eine eigene Praxis.
- Praxisnachfolge
- Übergabe einer Praxis an einen anderen Arzt. Ob der Nachfolger in den Mietvertrag eintreten darf, regelt der Vertrag.
- Privatpraxis
- Praxis ohne Kassenzulassung. Bei der Standortwahl nicht an einen Planungsbereich gebunden.
- Rückbau
- Entfernen von Einbauten beim Auszug. Bei Praxen mit Labor, OP oder Abschirmung ein wichtiger Vertragspunkt.
- Steuerfreie Vermietung
- Die Vermietung von Räumen ist grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit (§ 4 Nr. 12 UStG). Das gilt auch für Praxisräume.
- Strahlenschutz
- Bauliche und organisatorische Maßnahmen beim Einsatz von Röntgen oder radioaktiven Stoffen. Je nach Anlage genehmigungs- oder anzeigepflichtig.
- Teilungserklärung
- Legt bei Eigentumswohnungen und Teileigentum fest, wofür eine Einheit genutzt werden darf, und damit auch, ob dort eine Praxis zulässig ist.
- Vorsteuerabzug
- Abzug der auf Kosten gezahlten Umsatzsteuer. Entfällt für Flächen, die steuerfrei an Ärzte vermietet sind.
- Vorsteuerberichtigung
- Teilweise Rückzahlung bereits abgezogener Vorsteuer, wenn sich die Nutzung eines Gebäudes innerhalb der gesetzlichen Frist ändert (§ 15a UStG).
- Vorsteuerschaden
- Begriff aus der Praxis für den Nachteil des Eigentümers, wenn er wegen eines Arztmieters keine Vorsteuer abziehen kann oder sie zurückzahlen muss.
- Zulassungsausschuss
- Gremium, das über Zulassungen von Kassenärzten und über die Verlegung ihrer Praxissitze entscheidet.
- Zweckentfremdung
- Wohnraum wird dauerhaft für etwas anderes als Wohnen genutzt, zum Beispiel für eine Praxis. Das braucht in München grundsätzlich eine Genehmigung der Stadt.
Wer ist Ihr Ansprechpartner für Praxisimmobilien?
Martin Kopp
Geschäftsführer der Kopp Real Estate GmbH. Langjährige Erfahrung im Immobilienmanagement für den Medizinbereich, unter anderem als Stabsstellenleiter Immobilienmanagement am Klinikum rechts der Isar.
Aus dieser Arbeit kennt er beide Blickwinkel: welche Räume eine medizinische Einrichtung braucht und welche Fragen ein Eigentümer vor der Vermietung an Ärzte klären sollte. Gemeinsam mit Mona Kopp verantwortet er die Vermittlung von Praxis- und Gewerbeflächen in München, im Landkreis München und in der Metropolregion München.
Direkt erreichbar unter 089 444 432 130
Praxisräume in München gesucht?
Setzen Sie sich mit Fachrichtung und E-Mail-Adresse auf unsere Suchliste. Wird eine passende Fläche in München, im Landkreis oder in der Region frei, melden wir uns, oft bevor sie auf einem Portal erscheint.
Häufige Fragen zu Praxisimmobilien in München
Was sind Praxisimmobilien?
Flächen, in denen Ärzte, Praxisgemeinschaften oder MVZ arbeiten oder arbeiten können: einzelne Praxisräume, ganze Praxisetagen und Ärztehäuser. Mietrechtlich gehören sie zu den Gewerberäumen.
Was ist der Unterschied zwischen MVZ und Arztpraxis?
In einer Arztpraxis arbeiten ein oder mehrere Ärzte auf eigene Rechnung. Ein MVZ nach § 95 SGB V hat einen Träger und eine ärztliche Leitung, Ärzte können dort auch angestellt arbeiten. Als Mieter tritt beim MVZ der Träger auf, meist für eine größere Fläche.
Was ist ein Ärztehaus?
Ein Gebäude, in dem mehrere Praxen unter einem Dach liegen, oft ergänzt um Apotheke oder Therapie. Es ist keine Rechtsform. Für Eigentümer zählen beim Ärztehaus vor allem ein stimmiger Mietermix und klare Regeln zum Konkurrenzschutz.
Was ist der Vorteil von einem MVZ?
Ärzte teilen sich im MVZ Verwaltung, Personal und Technik und können angestellt arbeiten. Für Eigentümer ist ein MVZ ein Mieter, der eine große Fläche aus einer Hand anmietet und den Ausbau langfristig plant.
Welche Räume braucht eine Arztpraxis?
Empfang, Wartebereich, Behandlungs- oder Untersuchungsräume, Personal- und Sozialräume, Lager und Toiletten. Je nach Fachrichtung kommen Röntgen, Labor, Sterilisation, Eingriffsraum oder Räume für Großgeräte dazu.
Wie groß sollte eine Praxisfläche sein?
Das hängt von Fachrichtung, Zahl der Ärzte und Zahl der Behandlungsräume ab. Eine Hausarztpraxis mit einem Arzt braucht deutlich weniger Fläche als ein MVZ mit Radiologie. Wir klären den Bedarf im Gespräch, statt mit Pauschalwerten zu arbeiten.
Praxisimmobilie kaufen oder mieten: was ist besser?
Mieten hält Kapital für Ausstattung frei und lässt Raum für Wachstum oder Umzug. Kaufen gibt Kontrolle über Umbau und Laufzeit, bindet aber Kapital, und der Praxisteil gehört in der Regel zum Betriebsvermögen. Was passt, hängt vom Planungshorizont ab.
Welche steuerlichen Folgen hat eine Praxis im eigenen Haus?
Die anteiligen Gebäudekosten lassen sich in der Regel als Betriebsausgaben ansetzen. Dafür gehört der Praxisteil meist zum Betriebsvermögen, und ein Wertzuwachs ist bei Verkauf oder Praxisaufgabe steuerpflichtig. Die passende Gestaltung klärt der Steuerberater.
Wo finde ich Praxisräume in München?
Auf Immobilienportalen, in Praxisbörsen von Kammern und Verbänden und über Makler mit Praxisschwerpunkt. Viele Flächen werden vergeben, bevor sie inseriert sind. Auf unserer Suchliste genügen Fachrichtung und E-Mail-Adresse.
Gibt es Praxisflächen auch im Münchner Umland?
Ja, im Landkreis München und in den Landkreisen Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg. Für Kassenpraxen gelten dort eigene Planungsbereiche, für die Nutzung von Wohnungen die Satzungen der Gemeinden.
Braucht ein Kassenarzt für den Umzug seiner Praxis eine Genehmigung?
Ja. Die Verlegung eines Vertragsarztsitzes muss der Zulassungsausschuss genehmigen. Ein Umzug in einen anderen Planungsbereich ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Das sollte vor dem Mietvertrag geklärt sein.
Was ist ein Planungsbereich?
Ein Gebiet, für das die Bedarfsplanung festlegt, wie viele Kassenärzte einer Fachrichtung dort tätig sein dürfen. In Bayern ist dafür die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns zuständig. Privatpraxen sind daran nicht gebunden.
Welche Fachrichtungen brauchen Strahlenschutz in der Praxis?
Vor allem Radiologie und Nuklearmedizin, dazu Zahnärzte mit Röntgen oder DVT und Orthopäden mit eigenem Röntgen. Je nach Anlage ist eine Genehmigung oder Anzeige nach Strahlenschutzrecht nötig, oft auch eine bauliche Abschirmung.
Was bedeutet ambulantes Operieren für die Praxisfläche?
Die Fläche braucht einen Eingriffs- oder OP-Raum, einen Aufwachbereich, eine geeignete Lüftung und getrennte Hygienezonen. Der Ausbau ist aufwendiger, deshalb vereinbaren solche Praxen meist längere feste Laufzeiten.
Was ändert sich 2026 für Praxisimmobilien?
Seit dem 29.07.2026 heißt das Gebäudeenergiegesetz Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Vorgabe von 65 Prozent erneuerbarer Energie für neue Heizungen ist entfallen, Dämmpflichten etwa für die oberste Geschossdecke bestehen weiter. An der Genehmigungspflicht für Praxen in Münchner Wohnungen ändert sich nichts.
Wie biete ich meine Fläche für Ärzte an?
Über das Formular für Eigentümer auf dieser Seite mit Flächenart und E-Mail-Adresse oder per Telefon unter 089 444 432 130. Wir melden uns mit einer Einschätzung, welche Fachrichtungen passen.
Wie komme ich als Arzt auf die Suchliste?
Fachrichtung und E-Mail-Adresse in das Formular für Ärzte eintragen und der Information per E-Mail zustimmen. Größe, Lage und Zeitpunkt besprechen wir danach persönlich.
In welchen Regionen vermittelt Kopp Real Estate Praxisimmobilien?
In der Stadt München, im Landkreis München und in der Metropolregion München. Für Adressen außerhalb prüfen wir im Einzelfall, ob wir weiterhelfen können.
Wie erreichen Sie Kopp Real Estate zu Praxisimmobilien?
Am schnellsten telefonisch oder über eines der beiden Formulare auf dieser Seite. Eigentümer bieten ihre Fläche an, Ärzte setzen sich auf die Suchliste.
Direkt erreichbar unter 089 444 432 130
Kopp Real Estate GmbH, Münchner Straße 66, 82008 Unterhaching. Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr. Telefon 089 444 432 130.
Medizin-Cluster bei Kopp Real Estate
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Gewerbeimmobilien in München
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Über Kopp Real Estate
Vermieten mit Kopp Real Estate, Leistungen von Kopp Real Estate, Über Kopp Real Estate
Hinweise
Rechtsstand Oktober 2026. Die Angaben zu Zulassung, Bedarfsplanung, Strahlenschutz, Steuern, Zweckentfremdung und Mietvertrag sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Beratung durch Steuerberater, Anwalt oder die zuständige Kassenärztliche Vereinigung. Kopp Real Estate erbringt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
MVZ: § 95 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch. Umsatzsteuer: § 4 Nr. 12, § 9 und § 15a Umsatzsteuergesetz. Gebäudemodernisierungsgesetz: Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226, in Kraft seit dem 29.07.2026. Zweckentfremdung: Satzung der Landeshauptstadt München, im Umland die Satzungen der Gemeinden. Planungsbereiche und Bedarfsplanung: Kassenärztliche Vereinigung Bayerns.
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